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Allgemeines => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: DocEmmettBrown am 22:55 am Sonntag, den 26. Dezember 2021

Titel: Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und Blackout
Beitrag von: DocEmmettBrown am 22:55 am Sonntag, den 26. Dezember 2021
Anläßlich dem unmittelbaren Bevorstehen der Abschaltung (Nicht "Abschaltung", sondern sie werden nur vom Netz genommen.) der Hälfte der noch vorhandenen Kernkraftwerke an Neujahr eröffne ich hier mal eine passende Diskussion. Hierzulande wird ja diskutiert, bei einer Stromlücke einfach Atomstrom aus Frankreich einzukaufen. Die Franzosen ihrerseits beabsichtigen, bei einer Lücke einfach deutschen Strom einzukaufen. Für die Schweizer erhöhen sich bereits die Strompreise um ein Vielfaches (https://www.welt.de/wirtschaft/plus235860008/). Jeder sieht das Problem und sagt aber: "Soll's doch der Nachbar lösen und wir kaufen dann bei ihm ein." Solange es noch ausreichend Strom gibt, verteuert sich nur der Preis (wodurch dann manche Versorger schlappmachen (https://www.focus.de/finanzen/news/zehntausende-kunden-betroffen-sieben-versorger-liefern-bereits-keinen-strom-mehr_id_29675350.html)).

Das eigentliche Problem liegt aber darin, daß eigentlich jedes Land seinen Strom selber produzieren muß, wofür es eine wunderschöne und sehenswerte Dokumentation von der DW (https://www.youtube.com/watch?v=ugHZyLOIqtE) gibt. Nur kümmert es in der Politik keine Sau. >:(

Das heißt letztendlich, daß der Blackout vorprogrammiert ist. Wenn es dann soweit ist, wird entweder die AfD daran schuld sein oder irgendein kleiner Elektriker, nicht aber diejenigen, die aus der Kernkraft aussteigen wollen und sehenden Auges in die Katastrophe fahren. >:(

73 de Daniel
Titel: Antw.: Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und Blackout
Beitrag von: Digger am 16:21 am Samstag, den 29. Januar 2022
Jeder von uns weiß (oder sollte wissen), daß die Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz 50 Hz betragen soll, oder sollte.
Diese Netzfrequenz ist analog zur Auslastung des Stromnetzes.
Bedeutet, da Strom in dem Moment in dem er gebraucht wird auch erzeugt werden muß sinkt bei zu hoher Belastung die Netztfrequenz und bei Überproduktion steigt sie.

Hierzu 2 Links

Im ersten Link ist eine Zeigeranzeige zu sehen mit den Beschreibungen was wann passieren wird.

https://www.netzfrequenz.info/aktuelle-netzfrequenz-full (https://www.netzfrequenz.info/aktuelle-netzfrequenz-full)

Im zweiten Link wird die Netzfrequenz der vergangen Stunde fortlaufend graphisch dargestellt.

https://gridradar.net/de/netzfrequenz (https://gridradar.net/de/netzfrequenz)

Bei beiden sind noch jede Menge Infos über dieses Thema.


73 Digger

Titel: Antw.: Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und Blackout
Beitrag von: DocEmmettBrown am 06:08 am Montag, den 28. März 2022
[iframe]https://www.lok-report.de/news/deutschland/verkehr/item/31736-nee-unterversorgung-des-stromnetzes-fuehrte-heute-zu-stopp-des-schienengueterverkehrs.html[/iframe]
[iframe]https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Stromnetz-unterversorgt-Gueterzuege-muessen-stoppen-article23220474.html[/iframe]
Die beiden Iframes mit der Maus halt passend großziehen und mit den Rollbalken lesen!

73 de Daniel
Titel: Antw.: Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und Blackout
Beitrag von: ingo am 23:14 am Dienstag, den 29. März 2022
Hallo liebe Leser!

(Wer liest das eigentlich?)

Für die normalen nichtelektroniker unter uns:

Wer noch einen alten Radiowecker hat (nix mit Funkuhr oder so) kann feststellen ob etwas mit der Stromversorgung nicht gestimmt hat.
Zwar nicht im kurzen Zeitbereich aber so generell über längere Zeit.

Geht der olle Radiowecker nach war zu wenig Strom im Netz. Geht er vor war's zuviel.

Viel Glück mit dem "Der Strom kommt aus der Steckdose"

Ingo

PS.: Ich wette er geht nach.