CQ-DX

Allgemeines => Allgemeine Diskussionen => Verschiedenes => Thema gestartet von: Digger am 08:19 am Samstag, den 05. März 2022

Titel: Weltraummüll
Beitrag von: Digger am 08:19 am Samstag, den 05. März 2022
Der Physiker Bill Gray beobachtet in seiner Freizeit Objekte, die durch das Weltall schweben.
Dazu entwickelte er als Programmierer die Software "Project Pluto", die Himmelskörper berechnen und verfolgen kann.
Was sich nach einer eher meditativen Beschäftigung anhört, wurde vor Kurzem zu einem echten Aufreger.
Denn Gray entdeckte Teile einer Rakete, die sich auf direktem Kollisionskurs mit dem Mond befanden.
Es war eine Sensation, denn zum ersten Mal würde ein menschengemachtes Objekt unbeabsichtigt den Mond treffen.

Verwirrung um Ursprung der Rakete
Gray hatte zunächst vermutet, dass es sich um eine Bruchstück der SpaceX-Rakete handeln könnte, mit der 2015 ein Satellit der NASA ins Weltall befördert worden war.
Doch später korrigierte er sich. Nun glaubt der Astronom, dass es sich um einen Teil einer chinesischen Langer-Marsch-Drei-Rakete handelt, das auf dem Mond aufschlagen sollte. China hat das bisher dementiert.

Unstrittig ist aber, dass ein Raketenteil tatsächlich Freitag 04.ß3.22, gegen 13:25 deutscher Zeit auf dem Mond aufprallte. Der Raketen-Booster wiegt etwa drei Tonnen und wird mit einer Geschwindigkeit von 9000 Stundenkilometer auf den Mond prallen. Der Astronom Jonathan McDowell veröffentlichte auf Twitter die berechnete Einschlagposition. Dort hinterlässt die Rakete nun vermutlich einen neuen Mondkrater von etwa 20 Meter Durchmesser.

Bis es allerdings Bilder von dem gestrigen Kollisions-Ort gibt, könnte es noch ein bisschen dauern. Zwar gibt es zwei potentielle Sonden, die den neuen Krater aufnehmen könnten. Doch die "Chandrayaan-2" und der "Lunar Reconnaissance Orbiter fliegen nur einmal im Monat über diese Stelle des Mondes.

Quelle: Yahoo Nachrichten Deutschland


73 Digger