Solar-Stromversorgung bei Stromausfall

Begonnen von DocEmmettBrown, 02:01 am Sonntag, den 14. August 2022

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

DocEmmettBrown

Ich plane derzeit eine PV- (Photovoltaik) Balkonanlage für den kommenden Winter, wenn hier alles an Energieversorgung zusammenbricht, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, daß hier im Winter noch nichts davon stehen wird, weil die Planungs- und Umsetzzeit einfach für meine Verhältnisse zu knapp ist. Vielleicht können andere aber die eine oder andere Idee aufgreifen und damit etwas anfangen.

Wenn es zu einem großflächigen Stromausfall kommt, spricht man vom englischen Wort Blackout. Normalerweise versucht die Energiewirtschaft, diesem durch rechtzeitigen Lastabwurf zu begegnen, aber im Worst Case (Englisch, auf Deutsch "Wurstkäs'" ausgesprochen) könnte es möglicherweise zu einigen Tagen nationalen oder kontinentalen Stromausfall kommen, bis das Netz nach und nach wieder aufgebaut wird. Zur Überbrückung dieser Zeit muß der Bürger selber ran und sich seinen Strom selber produzieren
  • zum Kühlen/Gefrieren seiner Lebensmittel,
  • für elektrisches LED-Licht und
  • für den KW- oder Weltempfänger oder KW-Funkgerät.
Aussagen von der Politik, man solle ein UKW- oder DAB-Rundfunkgerät bereithalten, möchte ich hier genausowenig kommentieren wie die Aussagen der Grünen, der TÜV habe von Kernkraft weniger Ahnung als die idiotischen ideologischen Grünen.

Um Notstrom zu produzieren, braucht man entweder Generatoren (Moppel) für fossile Kraftstoffe (Benzin, Diesel), oder man "erntet" Wind- oder Sonnenenergie. Da der Bau einer Windkraftanlage in den meisten Fällen indiskutabel ist, wird sich das wohl auf Photovoltaik beschränken, also Energie von Solarpanelen. Da man das Licht zum Lesen gerne in den dunklen Stunden braucht und die Sonne nachts in unseren Breiten aber recht selten scheint, wird man die Solarenergie in Akkus zwischenspeichern müssen. Dieses Ziel wird mit einer Inselanlage erreicht.

Die Inselanlage umfaßt dabei folgende Komponenten:
  • Solarpanel(e),
  • Ladecontroller,
  • Akku und
  • Reinsinus-Wechselrichter (Inverter).
    (Vorsicht ist bei billigen China-Wechselrichtern geboten, die oftmals den phasenverschobenen Cosinus liefern.)
Man stecke die o.g. Komponenten zusammen und schon wird bei Sonne der Akku geladen und die Tischkreissäge mit Kraftstrom versorgt. Zumindest theoretisch. In der Praxis ist es leider komplizierter:

Wenn man die Solarpanele alle so aufstellen und betreiben kann, daß keines davon abgeschattet ist, dann ist alles gut. Andernfalls benötigt man noch sog. MPPT-Leistungsoptimierer. Hinter diesem klangvollen Wort verbirgt sich nichts anderes als ein DC-DC-Wandler, der dafür sorgt, daß auch bei Teilabschattungen (z.B. der Schornstein oder das Haus vom Nachbarn) vom abgeschatteten Solarpanel die gleiche Spannung geliefert wird bei geringerem Strom. Ist also die Schattenproblematik zu befürchten, sollten alle Panele mit so einem MPPT-Leistungsoptimierer ausgestattet werden.

Bei der Batterie sieht es ganz ähnlich aus: Wird ein einzelner (Blei-) Akku verwendet, ist alles gut. Muß man aber mehrere Akkus in Reihe schalten, um z.B. 24 oder gar 48 V zu erzeugen, empfiehlt sich dringend ein Balancer, damit die Akkus länger leben. Bei LiFePO4 gibt es auch Typen, die eine eingebaute Ladeüberwachung haben, aber die sind sehr teuer.

DocEmmettBrown

#1
Wir haben also die o.g. Komponenten, bei mehreren Panelen und Schatten zusätzlich noch die MPPT-Leistungsoptimierer, bei mehreren Akkus noch den Balancer und schon können wir 12, 24 oder 48 V DC am Lastausgang des Ladecontrollers abgreifen. Aber um 230 V 50 Hz-Lichtstrom - das mit dem Kraftstrom vorhin war nur ein Scherz von mir - zu erzeugen, brauchen wir noch einen Inverter-Wechselrichter für Inselanlagen und zwar einen, der
  • seine 50 Hz selber erzeugt, also ohne Netzansteuerfrequenz auskommt, und
  • einen reinen Sinus und keine gruseligen Treppchen auf dem Oszi erzeugt.
Die DC-Eingangsspannung muß natürlich der Lastausgangs-Spannung des Ladecontrollers entsprechen, also 12, 24 oder 48 V. Jetzt noch den Inverter-Wechselrichter erden, eigene Steckdose für ihn verlegen, vielleicht noch mit einem eigenen FI/RCD absichern, nicht mit dem Hausnetz verbinden, Kabeltrommel dran und, egal ob Tag oder Nacht, man hat 230 V. Im Prinzip, ja, aber...

Es kommt natürlich auch auf die Verbraucher an. Wer nur seinen Weltempfänger, eine LED-Schreibtischlampe und einen Minikühlschrank betreiben will, für den stimmt das natürlich. Wer aber noch den E-Herd, den Wasserkocher, Waschmaschine, Spülmaschine, Mikrowelle und den dicken PA, den die BNetzA bei der letzten Hausdurchsuchung übersehen hat, betreiben will, da wird es komplizierter.

Die ganze Anlage, also Solarpanele, (Blei-) Akkus, Ladecontroller und WR müssen leistungsmäßig aufeinander abgestimmt sein, wobei die Kette natürlich immer nur so stark wie das schwächste Glied ist. Da in der dunklen Jahreszeit Solarzellen ohnehin nicht so viel Spannung bzw. Strom liefern, kann es sein, daß die Akkus tagsüber nicht mehr richtig aufgeladen werden. Im Zweifelsfall sollte man also immer ein paar Solarpanele extra einplanen, die dann auch mit Umgebungslicht noch ein bißchen mehr Leistung liefern können. Die Akkus müssen den geplanten Stromverbrauch auch stemmen können. Ich riete auch bei sehr üppiger Akkuausstattung dazu, bei einem Blackout mit Strom sehr sparsam umzugehen. Kann man z.B. in der Küche auf Gaskocher ausweichen, sollte man beim Kochen auf Strom verzichten. In meiner Phantasie für meinen Bedarf hätte ich z.B. für 48 V vier Bleiakkus zu je 100 Ah eingeplant, damit der Strom länger als nur eine oder zwei Stunden fließen kann. Aber das muß jeder für seine Bedürfnisse passend zuschneiden.

Aber im Prinzip müßte die o.g. Anlage funktionieren und bei Bedarf muß man nur noch den Inverter-WR einschalten, Kabeltrommel in Richtung Kühlschrank verlegen und das persönliche Leben für die Dauer des Blackouts in die Küche verlagern, so wie das jahrhundertelang ohnehin üblich war.

Einen Haken hat die ganze Anlage aber leider doch: Sie ist groß, aufwendig, teuer und wird de facto nur selten und, falls wir Glück haben, sogar überhaupt nicht gebraucht. Also "in Friedenszeiten" totes Kapital. Was kann man dagegen tun?

DocEmmettBrown

#2
Auf dem Balkon sind die Solarpanele mit MPPT-Leistungsoptimierern montiert, die ganze Verkabelung liegt schon und der Ladecontroller ist auch schon angeschlossen. Würde man nun noch einen weiteren Wechselrichter montieren, dessen Frequenz aber dieses Mal durch das Netz angesteuert wird, dann könnte man auch im Alltag Solarenergie ernten und ins Hausstromnetz einspeisen. Bis 600 W Netz-WR-Leistung genügt eine Anzeige an die BNetzA (die ist vorgeschrieben!) und schon dreht sich der Stromzähler im Keller etwas langsamer. Damit würde sich zumindest im Alltag die Anlage wenigstens teilamortisieren.

Zu den Steckverbindern:
Ein Elektriker ist bei uns zwar nicht notwendig, aber die Energieversorger bestehen auf die Verwendung einer Wieland RST20-Steckverbindung in Richtung Netz. Da unsere Anlage ohnehin Geld im vierstelligen Bereich kosten wird, kommt es auf die paar Euro für die RST20-Verbindung außen und CEE innerhalb des Hauses (beides in Richtung Netz) auch nimmer an. Dafür ist diese berührgeschützt und wetterfest. Die Verbindung zu unserem Insel-WR würde ich alleine schon, um ein Fehleinstecken zu vermeiden, mit einer CEE-Verbindung außen auf dem Balkon ausführen und innerhalb des Hauses mit einer Schukoverbindung. Auf diese Weise ist eine Fehlverbindung sowohl innen wie außen komplett ausgeschlossen. Natürlich muß bei CEE darauf geachtet werden, daß stromführende Teile immer berührgeschützt in einer Buchse sind, also bitte mitdenken! Daß alle spannungführenden Teile mit größter Sorgfalt und wetterfest ausgeführt werden müssen, versteht sich von selbst.

LiFePO4 oder Blei:
LiFePO4 hat den Vorteil der sehr hohen Zyklenfestigkeit, die aber mit einem vielfach höheren Anschaffungspreis bezahlt werden muß. Ein Zyklus tritt bei uns aber immer nur bei einem Stromausfall ein und da solche Stromausfälle kein tägliches Ereignis sind, sind die höheren Ausgaben bei LiFePO4 wohl schlichtweg für die Katz'. Ich bevorzugte aus Kostengründen Bleiakkus, vorzugsweise AGM.

Es bleibt aber noch ein kleines Problem: Solange die Netzspannung (genauer: Netzfrequenz) am Netz-WR anliegt, speist das Ding alles, was es kriegen kann, ins Hausnetz ein - und lutscht in der Dunkelheit damit natürlich auch die Akkus leer, deren Inhalt aber eigentlich für Blackout-Notzeiten gedacht war. Spontan würde jeder Funker einfach sagen, daß man dann halt vor die Akkureihenbatterie eine fette Leistungsdiode schaltet, die zwar ein Laden der Akkus erlaubt, aber nicht mehr das Entladen. (Bei einem Blackout müßte diese Diode dann nur durch einen Schalter gebrückt werden.) Im Prinzip ginge das, aber das kostet ca. 0,65 V an der Leistungsdiode, so daß der Akku oder die Akkus nicht mehr richtig voll werden.

Eine andere Idee wäre es, einfach die Spannung der Akkureihe zu messen und, wenn die Ladeschlußspannung noch nicht erreicht ist, den Netz-WR komplett vom Ladecontroller abzukoppeln, damit die Sonne ausschließlich die Akkus so schnell wie möglich wieder auf die Ladeschlußspannung bringt. Umgekehrt würde beim Erreichen der Ladeschlußspannung die Akkus (bei Blackout brückbar!) ab- und der Netz-WR angekoppelt werden, so daß der ganze Sonnenstrom dem Hausnetz zur Verfügung steht. (Die Steuerung ist hier natürlich stark vereinfacht dargestellt. Tatsächlich würde man mit zwei Schwellspannungen arbeiten, die das jeweilige Umschalten bewirkten.) Vielleicht gibt es aber auch andere Lösungen, die ich noch nicht kenne, mit denen man die Akkus, solange das Netz Strom hat, nur laden, aber nicht entladen kann. Das ist noch ein wackeliger Punkt dieser kombinierten Insel- und netzgekoppelten Anlage. Aber Rom wurde ja auch nicht an nur einem Tag erbaut.

Das sind bisher meine Gedanken ("Planung" will ich das noch gar nicht nennen) zu diesem Thema. Vielleicht kann der eine oder andere Teile davon verwerten und in eigene Planungen einbauen. Dazu wünsche ich 55!

73 de Daniel

Digger

#3
Ich tendiere zu einer anderen Lösung.
Ladung derAkkus durch Solar / Kleinwindkraftanlagen, das ist ja wohl jedem klar, da geht kein Weg vorbei.

Bei allem weiteren denke ich noch einen Schritt einfacher.
Komplett von 230V Netz getrennt, keine Eispeisung, nur Eigenverbrauch.
Aufgebaut stelle ich mir ein eigenes Haus- Wohnungsinternes 12V Netz vor.
(Nachteil hohe Kabelquerschnitte)
An diesem werden dann die Geräte die über Eigenversorgung laufen sollen / können jeweils über eigene kleine Wandler (12V DC --> 230V AC 50 Hz) versorgt.
Bsp.:
ein normaler Kühlschrank hat etwa einen Anschlußwert von ca. 200W. Das bedeutet, im Betrieb ca. 1A zuzüglich Anlaufstrom (3 fach) deshalb müßte ein DC - AC  ca 600 W wandeln können.
Und 600 W (ohne Wandlerverluste) bedeuten auf der primären Seite des Wandlers 600 : 12 = 50 A !!! aber nur im Anlaufmoment, im Betrieb reduziert sich das auf ein Drittel (16 2/3 A)
Durch Umstecken des Netzsteckers des angeschlossenen Gerätes kann je nach Situation und Ladezusand / Sonnenintensität entschieden werden, welche Geräte wo angeschlossen / womit betrieben werden.
Außerdem ist es jederzeit möglich Geräte, die sowieso mit 12V benötigen, direkt anzuschließen. Das bedeutet dann keinerlei Verluste durch die Wandler, weil er wird ja gar nicht erst gebraucht.
Darunter fallen z.B. Beleuchtungen, die normal über 12V Netzteile betrieben würden, Rundfunkempfänger / Autoradios, wie auch unsre Breaken, bzw. bei AFu´s deren Kommunikationsmittel, usw.
Selbst das Laden von Handy ist mit 12V via KFz Adapter kein Problem, wobei ich davon ausgehe, daß die kommertiellen Kommunikationswege nicht funktionieren und somit das Smartphon nur noch als MP3 Player oder als Dokumentationsmittel für die Nachwelt nutzbar sein wird.

73 Digger
 
Tradition bedeutet nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Am Mike Hartmut, 13HN958 / 13RF958
Mobil: Albrecht AE 6110 (AE5890EU),DV27T, DV27, DV lang, Eigenbau (J-Pole)
KF: AE 5890EU, Eigenbau (J-Pole)

DocEmmettBrown

#4
Zitat von: Digger am 08:18 am Sonntag, den 14. August 2022Ich tendiere zu einer anderen Lösung.
Komplett von 230V Netz getrennt, keine Eispeisung, nur Eigenverbrauch.
Aufgebaut stelle ich mir ein eigenes Haus- Wohnungsinternes 12V Netz vor.
(Nachteil hohe Kabelquerschnitte)
An diesem werden dann die Geräte die über Eigenversorgung laufen sollen / können jeweils über eigene kleine Wandler (12V DC --> 230V AC 50 Hz) versorgt.
Soviel anders gegenüber einer Inselanlage ist Dein Vorschlag gar nicht. Ich würde es auch so machen, wenn... ja, wenn ich mit 12 V arbeitete. Aber ich wollte eigentlich vier AGM-Brummer in Reihe schalten, damit ein bißchen mehr Dampf zur Verfügung steht. Aber klar, man könnte natürlich gegen Wirkungsgradeinbußchen die 48 V mit einem DC-DC-Wandler verkleinern und dann direkt nutzen.

Mein Weltempfänger braucht 6 V, da könnte sich das lohnen. (Er hat ein Steckernetzteil auf Trafobasis mit nicht so gutem Wirkungsgrad.) Das Kühl- und Gefrierzeug ist halt 230 V und beim Licht könnte man eine andere Lösung finden. Ich denke aber, daß nicht die Kleinverbraucher das Problem sind, sondern die dicken Geräte, die 230 V brauchen.

Ich habe aber noch ein anderes Problem, nämlich das Schalten der Akkus und des Netz-WRs. Da fließen nämlich richtige Ströme mit grob geschätzt 15-20 A je nach Wirkungsgrad des Netz-WRs. Möglicherweise könnte man da etwas mit Vakuumrelais zusammenmurksen, weil die halt keinen Kontaktbrand haben. (Vermutlich mit Schutzgas gefüllt.) Aber ich weiß nicht, was deren E-Magnete an Strom ziehen und wieviel Wärme die abgeben. Bei Halbleitern weiß ich halt nicht, was da für Verluste auftreten, deswegen wären mir Relais' lieber. Die Steuerung braucht, wenn kein Blackout da ist, vermutlich einen Ruhestrom. Diesen könnte man von innen nach außen in Richtung Balkon auf der Insel-WR-Verkabelung schicken, weil die Umschaltung ja sowieso komplett manuell erfolgt.

Alles noch nicht ganz ausgegoren. Ja, geht definitiv "irgendwie", aber es ist noch kein fester Plan vorhanden.

73 de Daniel

Schrottfunker

Ich hatte hier gestern was zu geschrieben , war aber dann weg wie ich es posten wollte.
Dokument erloschen und nicht wieder herstellbar ....

Als erstes solltest du einen Plan machen von dem was du willst.
Ich empfehle wirklich wegen meiner These mit dem zusätzlichen Gelichstromnetz, dieses von Anfang an so einzuplanen und auch erweiterbar und ausbaufähig zu halten.
Du wohnst nicht in einem eigenen Haus wo du machen kannst, was du willst ? Dann kannst du nicht wie in der eigenst eigenen Bude hausen wie du willst und schaffen wie du willst.
Abgesehen ob der große Knall/Blackout kommt und inwieweit du "prepare" sein willst/mußtsollte deine Arbeit hieraus nicht in 2 Jahren falls nix passiert , obsolet sein.

Also die Notfallmaßnahme mit der "fliegenden Installation" mit Verlängerungen und nicht-ortfesten Betriebsmitteln (Moppel NV-Baubeleuchtung usw.) sollte nur in Betracht gezogen sein , wenn morgen wirklich das Licht aus geht.

Schrottfunker

#6
Walten & verschalten !

oder wie könnte das als Schalt-Plan aussehen.
Wenn du mit deiner PV-Anlage nicht nur zuhause "rumpreppen" willst, sondern auch im "nicht-K-Fall" was davon haben, dann solltest du in Hinblick auf die sinnreiche & vorrausschauende Politik unserer tollen Damen & Herren ReGierenden die PV-Anlage jetzt schon nutzen. Wie sinnvoll eine Wandlung in 230V/400V und Speisung ins herkömmliche Stromnetz/Haus-Elektroinstallation ist, kann ich hier & jetzt nicht sagen. Ich denke mal , daß der Wirkungsgrad höchstens bei 0,6 oder 0,7 liegt.
Reicht vielleicht zum Stromkosten dämpfen wie in den YOUTUBE-Pro-Paganda- & Werbe-Filmchen, im K-Fall sehe ich da keine Vorteile.

Wenn die Hütte nicht dein Eigen ist , ist schlecht mit Stromspeicherung (Akkumulatoren) und wenn dann nur begrenzt.
Wenn die Spannungen, die die PV-Anlage bringt direkt verwertbar sind, dann könnte man bei einer Nennspannung von etwa 48Volt bis 60Volt (Kleinspannung, keine Schutzmaßnahme "Nullung" erforderlich) hier eine "Batterie" (frz.: Zusammenstellung Zusammenschaltung) von 4 konventionellen Akkus 12V zusammenstellen.
Die LED-Leuchtfelder (für Odenwald-Decken passend) ehem. deutscher Marken-Lampenhersteller liegen z.B. auch bei etwa 36V bis 48V nach dem Vorschaltgerät, was dann die These mit Beleuchtungs-Stromkreisen in Gleichstrom(evtl.NV) stützt.
An Punkten/Stellen mit differnzierter Spannungsabgabe (12V + 24V) könnte man eine Batterie aus Akkus in Reihe schalten, um eine höhere "Bordspannung" in der Bude zu teilen und den Bedarf an differenziertere Spannung abzugeben. Wird am LKW für 12V-Geräte auch so gemacht. 
ZU BEACHTEN ! ist hier, daß wie beim Laden die erste Zelle am Pluspol eher verschleißt, was durch moderne Ladengeräte und Ladeschaltungen verhindert werden können sollte .... oder so.

Schrottfunker

Schalten & walten

die Erneuerung und die Steuerung

Wahrscheinlich ist eine Trennung & Schaltung der (gesamten) Beleuchtung nicht so einfach wie ich mir das vorstelle:
In alten verknoddelten Elektroinstallationen sind früher seltenst Steckdosen und Licht Stromkreismäßig voneinander getrennt worden. Es wurde vor allem in Hinblick auf das Leitungsmaterial am falschen Ende gespart. Es mußte schon eine E-Installationsfirma ihr Schema mit Blinddosen und Leerrohren durchdrücken und beim Kunden Überzeugungsarbeit leisten.

Wir haben uns halt an den Luxus gewöhnt, überall wann und wo wir es brauchen, gutes & sinnvolles Licht zu haben.
Ich als "altersbdingt-weitsichtiger" Brillenträger will nicht mehr zurück in Kämmern & Kemmenaten, wo mitleidserregende Funzeln fast schlecht als recht am Abend nur noch nützlich waren, damit man nicht gegen das Mobliar rannte.

Im Günstigen Falle , wenn nicht in Wechselstrom gewandelt wird, wurde ich bei mir mit den Lichtstromkreisen die Steuerung für die Beleuchtung darstellen und diese nach Möglichkeit auch in Kleinspannung betreiben. Meist sind an den Abzweidosen über den Schaltern bei den Türen die Lampenleitungen zugänglich. So könnte man nur im Bedarfsfall die erforderlichen Ströme bei Kleinspannungen in größeren Querschnitten heranführen und vor Ort verschalten ohne daß man sich im alltäglichen Gebrauch umstellen müßte.
Die erforderlichen Zuführungen der leistungsführenden Leitungen kann man im Bedarfsfall mit Kabelkanal und entsprechender Aufputzinstallation bewerkstelligen. Bei Anbietern wie Tehalit, Kleinhuis OBO und auch Merten oder Gira gibt es sowiet ich noch weiß, gut aufeinander abgestimmtes Material damit es nicht aussicht wie auf der Rohbaustelle.

Ich erinnere mich an an einen Artikel im Net , wo vor einigen Jahren über die Verwendung von selbstgemachter elektrischer Energie behandelt und propagiert wurde. War alles schön & gut und fand meine Zustimmung.
BIS dann angefangen wurde, billigstes "Elektromaterial" aus dem Versandhandel oder Graumarkt zu verschaffen dazwischenzuknoddeln und sich über bekannte ONLINE-Handelsportale aus anderen Ländern deren genormte Steckdosen für solche Zwecke zu mißbrauchen. Nartürlich in bedauernswerter Qualität. Hier war Geiz noch richtig GEIL     .... BLÖD !!!

DocEmmettBrown

Also erst mal ein Dankeschön für Deinen riiieeesigen Artikel Rolf. Ich hatte beim ersten Konzept durchaus vier 100 Ah-Bleiakkus mit 12 V verplant, was 48 V ergäbe. Damit sie gleichmäßig belastet/geladen würden, dachte ich an einen Balancer. Die gibt es für 12, 24, 36 und eben 48 V. Für 60 V nicht mehr, aber dafür kriegst Du auch keine Solartechnik.

Dennoch bin ich ob meines eigenen Artikels sehr skeptisch und zwar wegen der Wirtschaftlichkeit. Ich rechne mit Stromausfällen, ja, aber nur bis zu einer bestimmten Länge. Natürlich würde das Netz dann sofort wieder aufgebaut und nach einigen Stunden oder Tagen stünde es wieder da (natürlich mit Lastabwurf).

De facto war der ganze Plan ausgerichtet für folgende Komponenten:
  • Kühlschrank/Gefrierschrank
  • Beleuchtung
  • Weltempfänger
Mindestens beim Licht könnte man ebenfalls auf fossiles Licht ausweichen - Stichwort Kerzen. Bleiben Weltempfänger und Kühlanwendungen übrig. Den Weltempfänger kriege ich schon irgendwie befeuert und wenn ich dazu einen vorhandenen 12 V-Ladeakku mißbrauchen müßte. Bleibt nur noch die Kühlware übrig. Die kann man teilweise zeitnah zubereiten oder im schlimmsten Fall halt abschreiben. Die Kosten für den Verlust wären sehr überschaubar und stünden in keinem Verhältnis zu Anschaffungen im bereits vierstelligen Bereich zzgl. der ganzen Installation, die ich zeitlich bis zum Winter ohnehin nicht schaffen werde.

Anders sähe das aus, wenn ich in einer Gegend wohnte, in dem Stromausfälle mit einer gewissen Regelmäßigkeit einträten. Da könnte man deutlich mehr investieren.

Bzgl. Steuerelektronik:
Das Chinazeug soll tatsächlich weniger wert sein, aber es gibt von SMA (Made in DE) ja auch Lösungen für Eigenheimbesitzer und von Victron (Made in NL) sogar Lösungen ab Balkongröße (oder sogar Wohnwagen). Und natürlich ist die Ware aus China auch nicht immer gleich schlecht, da gibt es auch Markenware und Nonameprodukte.

Wie auch immer, ich überdenke gerade die Anlage und frage mich, ob ich nicht eine Lösung bevorzugen soll, die ausschließlich den Weltempfänger versorgen kann. Nur sollte ich da noch eine gescheite KW-Antenne haben, also irgendeinen Langdraht, den man notfalls in überschaubarer Zeit montieren kann, damit einem die Rumänen schön den RX zustopfen können. ;D ;D ;D

Ansonsten Gaskocher und dann hoffen, daß er nicht zuviel Kohlenmonoxid produziert, sonst wäre der Stromausfall plötzlich gar kein Problem mehr. ;)

73 de Daniel

DocEmmettBrown

#9
Komplett offtopic: Zum Thema Gaskocher:
Ich habe mich kürzlich speziell für Stromausfälle mit Gaskochern mit MSF-1a-Kartuschen befaßt. Diese Gaskocher gibt es für wenig Geld z.B. bei Amazon. Allerdings, auch wenn sie ähnlich aussehen, gibt es da Riesenunterschiede.

Die ganz billigen haben keinen Überhitzungsschutz (eigentlich ein Überdruckschutz). Heißt: Wenn der Topf überkocht und der heiße Inhalt auf die MSF-1a-Kartusche gelangt, kann der Druck in kürzester Zeit stark ansteigen, was wohl bis zur Explosion führen kann. Solche Geräte sollte man vielleicht eher nicht kaufen oder nur Essen zubereiten, bei dem das nicht passieren kann. (Mindestens sollte für solche Fälle kaltes Wasser zum schnellen Kühlen bereitstehen.)

Die meisten Geräte haben zum Glück heute aber einen Überhitzungsschutz eingebaut. Anders sieht es bei der Zündsicherung aus, die z.B. in Wohnmobilen vom TÜV vorgeschrieben ist. Geht der Gaskocher aus (Wind oder ein anderes Ereignis), kann weiterhin ungehindert Gas aus der Kartusche strömen. Je nach Anwendung kann hiervon eine Gefahr ausgehen. Die Zündsicherung registriert nun das Ausgehen (Erkalten) der Flamme und sperrt nach wenigen Sekunden automatisch die Gaszufuhr. Solche Zündsicherungen haben nur noch ganz wenige Geräte wie z.B. der Bright Spark BS100 oder der Campingaz Camp'Bistro DLX StopGaz (den ich mir übrigens gestern bestellt habe), die dafür auch mit dem TÜV-Segen für Wohnmobile ausgestattet sind.

Verzichtet man auf die vom TÜV empfohlenen Details, sollte man beim Benutzen des Gaskochers einfach erhöhte Vorsicht walten lassen.

Auch beim Gas gibt es große Unterschiede:
Die billigen Gaskartuschen enthalten reines Butangas. Für wärmere Gegenden oder reinen Sommerbetrieb ist das völlig problemlos. Im Winter allerdings frieren solche Kartuschen möglicherweise ein, das heißt, die Gaskocher zünden bei kalten Temperaturen nicht mehr. Um das zu verhindern, braucht man Isobutan, also ein Gemisch aus Butan und Propan. Und wie das immer so ist, ist das Gemisch natürlich deutlich teurer als reines Butan. (Gelingt es einem, reines Butan in einer Notsituation anderweitig leicht zu erwärmen, wird natürlich auch das reine Butan im frostigen Winter wieder klaglos zünden. Manchmal muß man sich einfach etwas behelfen.)

Und immer daran denken: Wenn man im Haus kocht, besteht ohne Frischluft immer CO-Gefahr.

73 de Daniel

DocEmmettBrown

#10
PV-Balkonanlage mit Netzanbindung
Hier gebe ich einmal ein Beispiel für eine Anlage, deren Frequenz (50 Hz) vom Stromnetz angesteuert wird. Diese Anlage ist einsteckfertig ("mobil") und erzeugt mit zwei 340 Wp-Modulen mit dem WR 600 W, die in eine handelsübliche Steckdose eingespeist werden. Preis zzgl. Befestigungsmaterial: 1280,- € (versandkostenfrei)

Kauft man die Komponenten einzeln, benötigt man mit Vollzellenmodul:
2 * 228 € 320 Wp-Modul, monokristallin, IP67 mit Hagelschutz (versandkostenfrei)
2 * 20 € MC4-Kabel 6 mm², 5 m (versandkostenfrei)
1 * 305 € Hoymiles HM600 WR, mit allerdings 10 m Netzkabel und Schukostecker (versandkostenfrei)
801 € tutto completi (versandkostenfrei) zzgl. Befestigungsmaterial

Preisdifferenz: 479 € und 479 € mehr oder weniger im Sparschwein ist schon eine Hausnummer.

Variante mit speziell bei Teilverschattung günstigerem Halbzellenmodul:
2 * 274,55 € 380 Wp-Halbzellenmodul, monokristallin, IP68 mit Hagelschutz (versandkostenfrei)
...der Rest wie vor...
894 € tutto completi (versandkostenfrei) zzgl. Befestigungsmaterial

Die Anlage muß der BNetzA natürlich in jedem Fall angezeigt werden, das ist aber nur ein reines Anzeigeverfahren. Mindestens bei digitalen Stromzählern muß die Anlage auch beim Energieversorger gemeldet werden, ansonsten lacht Euch der Energieversorger aus, weil er den Strom zwar freudestrahlend nimmt, Euch die einkassierten kWh aber nicht gutschreibt. Die Anmeldung dagegen kostet nichts, es ist auch kein Genehmigungsverfahren, die Anlage ist so oder so mobil (GANZ WICHTIG!) und Elektriker gibt es bei mobilen Anlagen (genauer: "steckbares, stromerzeugendes Solar-Haushaltsgerät") sowieso nicht.

Außerdem kann man zu einem späteren Zeitpunkt diese Anlage immer noch zu einer Inselanlage aufbohren. ;)

73 de Daniel

DocEmmettBrown

Man darf, wenn man natürlich die entsprechende Hardware dazu hat, die erlaubten 600 W übrigens dauernd einspeisen, also bis zu 24 h/Tag. Dazu produziert man einfach ((sehr) viel) mehr als die 600 W und pumpt den nicht verbrauchten Strom in Blei- oder LiFePO4-Akkus hinein. Von diesen Akkus entnimmt man dauernd den Strom (bis zu 600 W pro Haushalt/Vertrag) und stopft diesen ins öffentliche Netz. Ob der Strom dabei von Solarmodulen, Akkus oder einem Hometrainer stammt ist völlig schnuppe.

73 de Daniel

Digger

:D
Der erste Versuchsaufbau hängt.

Mal sehen was er bringt.

Du darfst diesen Dateianhang nicht ansehen.


73 Digger
Tradition bedeutet nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Am Mike Hartmut, 13HN958 / 13RF958
Mobil: Albrecht AE 6110 (AE5890EU),DV27T, DV27, DV lang, Eigenbau (J-Pole)
KF: AE 5890EU, Eigenbau (J-Pole)

DocEmmettBrown

#13
Mal ein wenig mosern:

Was besonders ärgerlich ist: Im Web kursieren zahlreiche Anleitungen und Informationen, die sich gegenseitig widersprechen. Da ist mal die Akkuunterstützung zulässig und mal nicht, mal nur zwei Solarmodule und mal mehr, mal nur Wieland-RST20 und mal auch andere Steckverbindungen, mal mit und mal ohne Laderegler, daß einem glatt der Kragen platzen kann. Da schreibt jeder nach Gutdünken was anderes. >:(

Die VDE ist auch nicht hilfreich. Sie erlaubt keine NA-WR mit Schuko, bei denen "erst" nach 200 ms der AC-Ausgang abgeschaltet wird, dafür aber Staubsauger, bei der die gleiche Abschaltung sogar 1000 ms dauern darf. Wo ist da die Logik?

Oder das hier: Pro Haushalt ist nur maximal ein Balkonkraftwerk erlaubt, wobei die Leistungen aller WR addiert werden. Jetzt kommt's: Hätte man zwei Anlagen mit jeweils 600 W, die aber mit einem Schalter umgeschaltet würden, so daß zu jedem Zeitpunkt immer nur maximal eine Anlage in Betrieb wäre, wäre dies dennoch verboten. Logik sieht anders aus!

Oder dies: Anscheinend will der Netzbetreiber zumindest im Idealfall ein Wörtchen mitreden bzgl. der Anzahl der Solarmodule, dabei spielt nur das eine Rolle, was der WR einspeist (die berühmten 600 W). Auf anderen Seiten steht's aber wieder anders herum.

Ich bin kurz davor, den ganzen Mist hinzuschmeißen. >:(

Derzeit versuche ich, eine Lösung für vier Module (wg. Teilbeschattung) zu finden, was ich mir ursprünglich wesentlich einfacher vorgestellt hatte. Gelingt mir das nicht, kann ich es eigentlich gleich vergessen, weil sich die Anlage dann erst in 20 Jahren amortisiert.

Das nächste Problem sind die billigen WR, die eigentlich direkt (!) mit den Modulen verbunden werden müssen. Sind da aber noch Laderegler und Akkus dazwischen, so ist die Anlage gleich eine völlig andere und die ganze Steuerung ist dafür nicht mehr geeignet. Gewiß, es gibt dafür Lösungen, aber die kosten einen Haufen G€LD.
Die billigen WR sind aber so gebaut, daß sie mit Schatten besser zurechtkommen.

Sollte wieder Erwarten alles gehen, darf ich dann noch alles entstören, womit aber eigentlich die Zulassung der WR gleich wieder flöten ist. Spitze! >:(
Übrigens: Ab und zu sollen nicht nur die Solarmodule, sondern auch die WR können in Brand geraten. Toll!

73 de Daniel

Digger

#14
Ich glaube, ich werde bei meiner 12V Insellösung bleiben.
Da können mich die ganzen ... alle mal hinten rumheben.

 >:(
Die alte KFz Batterie, die ich zum Testen benutzen wollte,
ist am Allerwertesten,
eine neue Verbraucherbatterie ist bestellt, kann also nur noch besser werden.
 ;D

73 Digger
Tradition bedeutet nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Am Mike Hartmut, 13HN958 / 13RF958
Mobil: Albrecht AE 6110 (AE5890EU),DV27T, DV27, DV lang, Eigenbau (J-Pole)
KF: AE 5890EU, Eigenbau (J-Pole)